Das Lupinen-Netzwerk hat die Zahlen für den Anbau der Eiweißpflanze im Norden Deutschlands veröffentlicht. In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Anbaufläche im Zeitraum 2015 auf 2016 von 5.200 ha auf 6.300 ha. In Sachsen-Anhalt dagegen sank die Anbaufläche um 1.000 von 6.300 auf 5.200 ha, in Brandenburg von 1.440 auf 1.290 ha. In Niedersachsen wiederum  legte der Umfang des Süßlupinen-Anbaus von 646 auf 693 ha leicht zu.

Die Schwankungen erklärte Annett Gefrom vom Forschungsprojekt Lupinen-Netzwerk durch die erforderlichen Anbaupausen in Fruchtfolgen mit Leguminosen. Das Netzwerk wird im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gefördert. In 53 Betrieben in fünf Bundesländern wird der Lupinen-Anbau untersucht. Dabei werden unter anderem Daten zur Wirtschaftlichkeit, Vorfruchtwirkung und Ökosystemleistungen der Lupine erfasst.
 
Anbau und Verarbeitung der Lupine in Deutschland sollen ausgebaut werden. Dafür ist vor allem auch der Wissensaustausch zwischen den Anbauern und die Vermittlung der Erzeuger an Händler wichtig. Neben dem Lupinen-Netzwerk fördert das BMEL auch ein Soja-Netzwerk.

Die Lupine gehört neben der Erbse und der Ackerbohne zu den in Deutschland heimischen Eiweißpflanzen. Sie verfügen über etwa 37 Prozent Eiweiß und könnten damit eine Alternative zu Soja darstellen. Neben dem Einsatz als Futtermittel können Lupinen auch in der Humanernährung verwandt werden. Probleme im Lupinenanbau sind vor allem hohe Ertragsschwankungen und die Krankheit Anthraknose. Sie hatte in Deutschland Ende der 1990er Jahre zu einem massiven Rückgang des Lupinenanbaus geführt. (lm)
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