Düngeverordnung

Anbau von Qualitätsweizen weiter möglich

Bei der Getreidetagung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) und des Max Rubner-Institutes in Detmold bestimmten die Folgen der neuen Düngeverordnung und die Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen andauernder Überschreitungen der Nitratgrenzwerte die Diskussion. Branchenvertreter gingen der Frage nach, welche Auswirkungen diese politischen Vorgaben auf den Anbau und die Qualität von Weizen und Weizenmehl haben werden.

Dass eine gute Sortenkenntnis bedeutender ist als der Proteingehalt betonte Gerhard Freimann, der das Projekt „Wasser- und Klimaschutz orientierte Erzeugung und Verarbeitung von Winterweizen“ vorstellte. Die Volumenausbeute der Weizensorten sei stark genetisch fixiert, stellte Freimann fest. Eine Erhöhung des Eiweißgehaltes durch eine gezielte Spätdüngung sei begrenzt. Der Getreidebauexperte ist überzeugt, dass es möglich ist, Qualitätsweizen unter der neuen Düngeverordnung anzubauen. Das unterstrich auch Bernd Rodemann. Der Experte vom Julius Kühn-Institut aus Braunschweig, wies zudem darauf hin, dass in den Jahren 2018/19 zahlreiche Wirkstoffe zur Disposition stehen und die Politik die nicht-chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen fördern will. Eine Lösung sieht er in einer guten Beratung der Anbauer und einer guten Züchtung. (SB)
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