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Der Deutsche Soja-Förderring e.V., Müllheim, fordert, Soja ab dem Jahr 2002 bei den Flächenzahlungen im Rahmen der Agenda 2000 als Eiweißpflanze einzustufen. Durch die dann höheren Flächenprämien könnte der Anbau in Deutschland ausgeweitet werden. Dafür solle sich die Bundesregierung bei der EU-Kommission einsetzen. Nur so bestehe eine Chance, nicht völlig von Importen aus Amerika abhängig zu sein, bei denen eine Vermischung mit gentechnisch veränderten Sojabohnen unvermeidlich sei.
Die in Deutschland angebauten Sojabohnen dienen dem Förderring zufolge nicht der Ölgewinnung, sondern zur Herstellung von Tofu oder vollfetten Eiweißfuttermitteln. Zusätzlich fordert der Verein ein Förderprogramm zur Qualitätserzeugung ohne Gentechnik, wie es in anderen EU-Ländern bereits existiere. Dabei sollten Erfassung, Aufbereitung, Lagerung, Transport und Verarbeitung getrennt erfolgen. Lückenlose Aufzeichnungen sollten den Anbau bis hin zur Verarbeitung dokumentieren. Bei erstmaligem Anbau auf einer Fläche sollte eine Impfung mit Rhizobien erfolgen und auf eine Stickstoffdüngung will der Verband verzichten. Mit diesen Kriterien ließe sich beim Verbraucher der notwendige höhere Preis gegenüber dem Weltmarkt begründen. (ED)
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