Anbaupotenzial für Roggen wächst wieder

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In der laufenden Vermarktungssaison kann der Roggenbedarf im Binnenmarkt nur mit Freigaben aus der Intervention gedeckt werden. Die Erzeugerpreise liegen 30 bis 40 Prozent höher als vor einem Jahr. Das Erntejahr 2003 habe dazu beitragen, dass die Landwirte die Anbauwürdigkeit des Roggens wieder erkannt hätten, sagte Thomas Blumtritt, Lochow-Petkus, anlässlich der Mitgliederversammlung des Roggenforums e.V. Mitte der Woche in Berlin. Obwohl die Roggenintervention zur Ernte 2004 abgeschafft sei, hätten die Landwirte die Roggenbaufläche der Herbstaussaat 2003 um 10 bis 15 Prozent auf 600.000 ha erhöht. Dabei hätten einerseits die positiven Erfahrungen in der Vermarktung und andererseits die bewiesene Winterhärte und Trockentoleranz des Roggens den Ausschlag gegeben. Deutlich erkennbar sei ein Trend zum Vertragsanbau und zu Vorkontrakten, womit sich insbesondere die Mühlen die Versorgung für die nächste Saison sichern wollen. In den Interventionslägern könnten die Bestände bis zum Ende des Wirtschaftsjahres auf 2,5 Mio. t abgebaut werden, erwartet Blumtritt. Bis zur Ernte 2004 könnte sich der Bestand noch weiter verringern. Allerdings sei auch damit zu rechnen, dass auf Grund der Mischkalkulation von Lagerhaltern der Intervention noch einmal um 100.000 t zuflössen. (BS)
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