Ein Bundesgericht in den USA hat die Zulassung für gentechnisch veränderte (GV-)Zuckerrüben aufgehoben. Der Anbieter Monsanto befürchtet Einbußen in Milliardenhöhe. Das zuständige US-Landwirtschaftsministerium (USDA) habe mögliche Umweltauswirkungen, insbesondere ein mögliches Auskreuzungsrisiko, nicht ausreichend geprüft, begründet das US-Gericht die Entscheidung. Die Aufhebung der Zulassung gilt jedoch erst für die Anbausaison 2011. Die bevorstehende Ernte ist daher davon nicht betroffen, berichtet transgen.de weiter. Gravierende wirtschaftliche Auswirkungen für die betroffenen Landwirte sah das Gericht nicht, da sie im Frühjahr konventionelles Saatgut verwenden könnten. Auch Engpässe in der Zuckerversorgung seien nicht zu erwarten.

Das USDA geht davon aus, dass auch eine erweiterte Umweltbewertung zu einer erneuten Zulassung der GV-Zuckerrübe führen werde. Ein Sprecher der Landwirtschaftsbehörde kündigte eine Prüfung des Urteils an. Der Konzern Monsanto, der die GV-Rübe zusammen mit der KWS Saat AG entwickelt hat, will Medienberichten zufolge die Konsequenzen vor der nächsten Aussaat klären. Durch den Widerruf der Anbaugenehmigung drohe Monsanto und den Erzeugern ein Schaden von rund 2 Mrd. US-$, schätzt das Unternehmen. Die herbizidtolerante GV-Rübe wird seit 2007 kommerziell in den USA angebaut und auf rund 95 Prozent der gesamten Rübenfläche kultiviert. (AW)
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