In Brandenburg sinkt das Flächenangebot der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG). Die Landwirte versuchen zu kaufen, was sie sich leisten können. Rund 18.000 Hektar Landwirtschaftsfläche werden bei der BVVG 2012 pachtfrei. Nach ersten Rückmeldungen wollen 55 Prozent dieser Pächter die Fläche direkt von der BVVG kaufen, hieß es am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz der Brandenburger BVVG-Niederlassungen in Berlin. Nur 12 Prozent der Landwirte wollen demnach auf einen Kauf verzichten und die Fläche erneut für 9 Jahre pachten. Im vergangenen Jahr haben sich 30 Prozent der Pächter für einen Direktkauf und ebenfalls 30 Prozent für die 9-jährige Pacht ohne Kaufoption entschieden. Der Flächenbestand der BVVG in Brandenburg ist zu Beginn des Jahres erstmals unter die 100.000 Hektar Grenze gerutscht.

Der Kaufpreis zum Verkehrswert ist 2011 um 14 Prozent auf 8.939 €/ha in Brandenburg gestiegen. Für Pachten mussten die Landwirte im Durchschnitt 208 €/ha und Jahr sowie 244 €/ha und Jahr für Neupachten an die BVVG zahlen. Noch immer ist in Brandenburg nicht klar, wie viel BVVG-Fläche noch an Alteigentümer geht. Knapp 500 Anträge von Alteigentümern müssen die Niederlassungen noch bearbeiten. Viele davon sind noch nicht vollständig, hieß es. (sta)
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