Angebot an Saatgut von Zwischenfrüchten knapp

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Für diesen Sommer steht bei vielen Arten von Zwischenfrüchten nur wenig Saatgut zur Verfügung, da eine Ernte im Jahr 2000 in den meisten osteuropäischen Vermehrungsgebieten fast nicht stattgefunden hat. Eine Entspannung der Warenversorgung ist nach Ansicht von Großhändlern derzeit nicht in Sicht, da auch die diesjährigen Ernteschätzungen vor allem bei Ölrettich und Gelbsenf weit hinter den Erwartungen liegen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Marktkenner rechnen mit einem Ertragsrückgang von 20 bis 30 Prozent gegenüber den beiden Vorjahren. Die große Nachfrage nach Saatgut für Gelbsenf kann mit den vorhandenen Mengen kaum gedeckt werden. Bei nematodenresistentem Ölrettich dürften die Bestände nach Aussage von Händlern in Kürze geräumt sein. Ein hohes Preisniveau ist die Folge. Bei normalem Ölrettich sei die Angebotssituation etwas entspannter. Der Markt für Phaceliasaatgut hat sich völlig gedreht. Hier wurden in den vergangenen Jahren sehr viel Zwischenvermehrungen in Übersee angelegt, die zu dem bislang bestehenden Überangebot führten. Damit dürften die hohen Forderungen von fast 700 DM/dt der Vergangenheit angehören. (da)
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