Europaweit zeigen sich die Schlachtschweinemärkte in positiver Stimmung. Preisaufschläge sind an der Tagesordnung. Die Kursgewinne konnten in fast allen Ländern verbucht werden. Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, liegen sie in einer Spanne zwischen 3 und 5 Cent/kg Schlachtgewicht (SG). Die Preise in Deutschland bewegen sich damit auf einem Niveau von knapp unter 1,80 €/kg SG.

In Österreich und Frankreich zeigten sich die Märkte trotz der dortigen Feiertage in der vergangenen Woche in einer guten Verfassung. Der österreichische Preis zog um 5 Cent/kg SG an. Aus Spanien sei berichtet worden, dass die Notierung im Juni und Juli entgegen den normalerweise üblichen Entwicklungen nicht ansteigen konnte und jetzt dank des Anstiegs in Deutschland „noch einmal ordentlich Gas gibt". Lediglich in Dänemark und Schweden seien die Kurse auf unverändertem Niveau geblieben. In Deutschland sind laut ISN Ende der vergangenen Woche die höchsten Schweinepreise seit mehr als zehn Jahren notiert worden.

In fast allen Ländern bleiben die Angebotsmengen gering. Zusätzlich sorgten die heißen Temperaturen in weiten Teilen Europas für geringere Tageszunahmen bei den Mastschweinen und damit eine weitere Angebotsverknappung. Zusätzlich seien auch beim Fleischexport nach Russland positive Signale zu erkennen.

Auch für die kommenden Tage erwarten die Marktbeteiligten eine Fortsetzung der positiven Grundstimmung am Schweinemarkt, beschreibt die ISN den Trend für den hiesigen Markt. Die Angebotsmengen dürften für die lebhafte Nachfrage von Seiten der deutschen Schlachtbetriebe - aber auch von Seiten polnischer Importeure - kaum ausreichen. Damit seien mindestens stabile Erzeugerpreise zu erwarten. (az)
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