Türkei

Ankara erlaubt wieder Rindfleischimporte


Bereits am 14. August dieses Jahres waren die Zölle für lebende Rinder und gefrorene Teilstücke mit Knochen auf Null gesenkt worden. Für die hiesige Schlachtbranche kam diese Entwicklung offensichtlich etwas überraschend. Allerdings war die Türkei bereits in frühren Jahren ein wichtiger Handelspartner. Eine rückläufige türkische Rindfleischproduktion hatte im Jahr 2010 zu einem starken inländischen Preisanstieg geführt. Unter diesem Druck musste die Regierung in Ankara damals die Einfuhrbedingungen für Rindfleisch lockern. In der Folge wurden noch im selben Jahr 60.000 t Rindfleisch aus der EU importiert.

Ein weiterer Anstieg um etwa die doppelte Menge folgte im Jahr 2011. Im Jahr 2012 sanken die EU-Exporte jedoch auf nur noch ein Drittel der Menge des Vorjahres. Die deutschen Rindfleischexporte in die Türkei erreichten im Jahr 2010 knapp 15.000 t und stiegen im Jahr 2011 auf mehr als 20.000 t, bevor sie dann im Jahr darauf zum Stillstand kamen.
Die jetzige Regelung könnte womöglich ein erster Schritt zu einem lebhafteren Rindfleischhandel zwischen der EU und der Türkei sein, meinen Marktbeobachter. (HH)
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