Antragsflut in Rumänien


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Rumänien muss sich noch anstrengen, um seine Agrarverwaltung voll funktionstüchtig zu machen. Im Oktober dieses Jahres sollen rumänische Landwirte zum ersten mal Direktzahlungen bekommen. Doch bis dahin gilt es noch einige verwaltungstechnische Probleme zu lösen. Wegen seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft muss das Land eine Flut von 1,5 Millionen Anträgen auf Direktzahlungen bewältigen.

Eigens hierfür wurden 250 Zahlungsstellen eingerichtet. Noch klappt mit der Erfassung und Weiterleitung der Datenflut nicht alles, wie aus einem Ende März gelieferten Bericht an die EU-Kommission hervorgeht. Im Juni werden Inspektoren der Kommission die rumänische Agrarverwaltung unter die Lupe nehmen. Sollten Missstände nicht vollständig beseitigt sein, droht ein Zahlungsstopp aus Brüssel. Bulgarien dagegen hat es leichter eine Agrarverwaltung aufzubauen, weil dort nur 200.000 Anträge auf Direktzahlungen zu bewältigen sind. (Mö)

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