Im Endlos-Streit um die Macht im deutschen Fleischkonzern Tönnies zieht sich der Anwalt von Robert Tönnies, Mark Binz, ein Stück weit zurück und verabschiedet sich aus den geplanten Verhandlungsgesprächen mit dem Lager von Clemens Tönnies. Vor Gericht sehen sich die Streitparteien allerdings wieder. Um einer Einigung im Familienstreit um die Macht im Tönnies-Konzern nicht im Wege zu stehen, nimmt der Anwalt von Robert Tönnies Mark Binz nicht an den Verhandlungsgesprächen teil, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ). Das erläutert der Stuttgarter Anwalt in einem Brief an die Gegenseite, der der LZ vorliegt.

Binz kommt damit einem Wunsch von Clemens Tönnies nach, erklärt aber zugleich, sich künftig verstärkt auf die noch laufenden Prozesse zu konzentrieren. Einer der nächsten Gerichtstermine steht am 4. Juli 2016 vor dem Oberlandesgericht Hamm an. Dann wird um die „fristlose Abberufung" des Tönnies-Geschäftsführers Josef Tillmann verhandelt, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Clemens und Robert Tönnies halten je die Hälfte der Anteile an Deutschlands größtem Fleischbetrieb. Umstritten ist dabei, wie Firmenchef Clemens Tönnies zu seinem heutigen 50-Prozent-Anteil gekommen ist. (az)
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