Das Konjunkturbarometer Agrar zeigt leicht zögerliche Invesitionsneigung
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Das Konjunkturbarometer Agrar zeigt leicht zögerliche Invesitionsneigung

Die positive Stimmungslage der deutschen Landwirte, die noch vor Weihnachten vorherrschte, hat sich im März 2014 etwas abgeschwächt. Dies geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor. Der Konjunkturindex gibt die Einschätzung der Landwirte zur aktuellen und zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung wieder.

Maßgebend für den leichten Rückgang des Konjunkturindex im März waren insbesondere die Preisentwicklung bei Schweinen sowie wieder anziehende Preise bei Dünge- und Futtermitteln. Dagegen gingen von etwas höheren Getreidepreisen sowie niedrigeren Energiepreisen positive Effekte auf die Stimmungslage aus.

36 Prozent der Landwirte wollen im kommenden halben Jahr investieren. Das sind im Jahresvergleich zwar 3 Prozent weniger, doch liegt das Investitionsvolumen mit 6,1 Mrd. € im Zeitvergleich vergleichsweise hoch.

Vor allem in Ställe und Stalltechnik sollen 4 Mrd. € im kommenden halben Jahr investiert werden. Wieder im Ansteigen begriffen sind die Investitionen in erneuerbare Energien (Biogas, Fotovoltaik, Windkraft): Mit 0,9 Mrd. € fallen die für das kommende halbe Jahr geplanten Investitionen um 300 Mio. € höher aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Aktuell schätzen die Bauern ihre momentane wirtschaftliche Lage im Vergleich zur Dezember-Erhebung nahezu unverändert ein. Dabei schneiden die Betriebe mit den Produktionsschwerpunkten Ackerbau und Milchviehhaltung deutlich besser ab als die Betriebe mit tierischer Veredelung (Schweine- und Geflügelhaltung).

Zukunftsaussichten verhalten

Die Einschätzung über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist dagegen deutlich verhaltener. Sie hat sich gegenüber der vorangegangenen Erhebung weiter leicht verschlechtert. Besonders bei Michviehbetrieben sind die Erwartungen zurückgegangen. Dagegen haben sich die Zukunftserwartungen in den Veredlungsbetrieben verbessert, während sie in den Ackerbaubetrieben nahezu unverändert geblieben sind.

Von den Pacht- und Energiepreisen, aber auch von den Dünge- und Futtermittelpreisen geht aus Sicht der befragten Betriebsleiter weiterhin der größte Kostendruck aus. Jedoch hat dieser Druck bei den Futter-, Düngemittel- und Energiepreisen im Jahresvergleich deutlich nachgelassen. Der Einfluss der Pachtpreise wird dagegen unverändert stark negativ bewertet.

Die nationale Agrarpolitik und noch mehr die EU-Agrarpolitik werden von den deutschen Bauern aktuell ungünstiger beurteilt als noch bei der vorangegangenen Erhebung. Die Befragungswerte zeigen eine deutliche Skepsis der Landwirte gegenüber der Agrarpolitik. Unverändert belastend werden die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der EU gesehen. (az)

-- , Quelle: DBV
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