Geflügelproduktion

Araber investieren in Elterntierfarmen


Der Geflügelproduzent Al Rawdah, Abu Dhabi, investiert 32,7 Mio. US-$ in den Bau einer Elterntierfarm. In den kommenden Monaten werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sechs Ställe mit jeweils 7.000 Plätzen für Elterntiere gebaut. Außerdem entstehen eine Futtermischanlage und eine Brüterei. Der neue Betrieb werde die Mastställe des Unternehmens mit Eintagsküken beliefern, teilte Al Rawdah mit. Nach Fertigstellung der Elterntierfarm sollen 50 Prozent der Bruteier aus eigener Produktion stammen. Insgesamt benötigt das Unternehmen täglich 45.000 Eintagsküken für die Hähnchenmast. Bisher werden die Bruteier aus Deutschland importiert.

Die Stalleinrichtung für die Elterntierfarm liefert das niedersächsische Unternehmen LAE Anlagenbau, Cuxhaven. Das Projekt in Abu Dhabi sei eines von mehreren auf der Arabischen Halbinsel, berichtet LAE-Geschäftsführer Klaus Wöhlkens auf Anfrage von agrarzeitung.de. Ziel der arabischen Geflügelfleischproduzenten sei es, sich unabhängiger von Bruteierimporten aus Deutschland zu machen. Ein Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland, könne die Lieferungen plötzlich unterbrechen. In diesem Fall sei es schwierig, andere Lieferanten zu finden. Durch Investitionen in eigene Elterntierherden könne man diesem Risiko begegnen.

Das 1994 gegründdete Unternehmen Al Rawdah produziert und verarbeitet frisches, halales Geflügelfleisch und hat in den VAE einen Marktanteil von 35 Prozent. Tiefkühlprodukte werden nach Kuwait und Katar sowie in den Libanon exportiert. (SB)
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