Argentinien erhöht Biodieselsteuer

Exporte von Biodiesel aus Argentinien werden künftig gleich besteuert wie Exporte von Sojaöl. Die Regierung in Buenos Aires beugt einem Handelskonflikt vor.

Das argentinische Wirtschaftsministerium hat am Freitag bekannt gegeben, dass die Exportsteuer für Biodiesel von zurzeit 20 auf künftig 32 Prozent angehoben wird. Das Ministerium begründet dies damit, dass sich die Industrie mittlerweile „sehr dynamisch" entwickele. Damit bedürfe sie keiner Sonderstellung mehr.

Der Exportzoll für Biodiesel ist künftig genauso hoch wie für Sojaöl. Bislang hatte der Abstand der Zölle dazu geführt, dass aus Argentinien bevorzugt Biodiesel statt Sojaöl ausgeführt worden ist. Das meiste davon ist in die EU gegangen. Im Jahr 2011 haben diese Lieferungen etwa 1,7 Mio. t erreicht.

Für das 1. Halbjahr 2012 beobachtet der Branchendienst Oil World einen weiteren Anstieg. Er schätzt die argentinischen Lieferungen in die EU allein in diesen sechs Monaten auf mehr als 1,0 Mio. t, Biodiesel von denen die größten Mengen nach Spanien, in die Niederlande und nach Italien geflossen sein sollen.

Vor allem spanische, aber auch deutsche Anbieter von Biodiesel, hatten wiederholt diesen ihrer Ansicht nach unfairen Wettbewerb beklagt. (db)
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