Argentiniens Landwirte schränken Anbau ein

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Die argentinischen Exporte von Weizen und Mais könnten auch im neuen Wirtschaftsjahr 2009/10 unterdurchschnittlich ausfallen. Die Landwirte schränken die Flächen ein. Der Großteil der aktuellen Ernte ist jetzt eingebracht und die Aussaatentscheidungen für das neue Wirtschaftsjahr stehen an. Nach einer extrem niedrigen Ernte in der laufenden Saison sind die Landwirte knapp bei Kasse. Denn zur kleinen Ernte, von der ein erheblicher Anteil im Ausland verkauft wird, kommt ein vergleichsweise niedriger Weltmarktpreis. Zudem werden hohe Exportsteuern von 23 Prozent für Weizen und 20 Prozent für Mais fällig.

Die argentinischen Landwirte werden deswegen nach Einschätzung der US-Botschaft in Buenos Aires den kostenintensiven Weizen- und Maisanbau zurückfahren und stattdessen mehr Soja sowie Kulturen mit kleinerer Anbaubedeutung wie Braugerste, Sorghum und Raps anbauen. Tritt diese Entwicklung ein, wird Argentinien auch im neuen Wirtschaftsjahr 2009/10 eine unterdurchschnittliche Weizen- und Maisernte einfahren und nicht in üblichem Umfang am Weltmarkt anbieten können. (db)
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