Argentinier in den Startlöchern


Die argentinischen Maisanbauer wittern Absatzchancen im Frühjahr. Sie drängen auf ein Ende von Exportbegrenzungen.

Zurzeit existiert in Argentinien eine Obergrenze für Maisexporte von 15 Mio. t. Jetzt machen Landwirte Druck auf die Regierung in Buenos Aires, dieses Limit zur Saison 2012/13 aufzuheben, berichtet Agra Europe London. Sie wollen mit ihrer neuen Maisernte, die im Frühjahr 2013 an den Markt kommt, in die Lücke stoßen, die sich wegen des knappen US-Angebots abzeichnet.

Der Agrarverband CREA verspricht sich von einem Ende der Exportbegrenzungen, dass Maisanbauer zur bevorstehenden Aussaat alle Potenziale ausschöpfen. Dann könnte die neue argentinische Maiserzeugung bei günstigen Wetterbedingungen auf bis zu 31 Mio. t anwachsen.

Diese Menge wäre 60 Prozent höher als die schwache Ernte, die Anfang 2012 eingefahren worden ist. Da der Inlandsbedarf nur etwa 8 Mio. t beträgt, stünde reichlich Mais zur den Weltmarkt zur Verfügung.

Argentinien hatte in der zurückliegenden Anbausaison unter einer extremen Trockenheit gelitten. Um die Inlandsversorgung mit Mais zu sichern, verhängte die Regierung in Buenos Aires eine Begrenzung für die Maisexportmenge. (db)
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