Preiskrise

Arla-Erzeuger liefern weniger Milch


Nach der Molkereigruppe DMK bekommt auch Arla Foods weniger Milch angeliefert. Deshalb korrigiert Arla jetzt ihre Prognose für die Milchanlieferung durch die Mitglieder im Jahr 2016 nach unten. War die Molkereigenossenschaft im Januar noch davon ausgegangen, dass die Mitglieder 4 Prozent mehr Milch als im Vorjahr anliefern würden, geht sie jetzt nur noch von einem Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

Reaktion auf niedrige Preise

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Milcherzeuger die Produktion als Reaktion auf den niedrigen Milchpreis herunterfahren. Auch das kalte Frühjahr hat dazu beigetragen, dass die Milchproduktion geringer ausfiel als erwartet“, so Thomas Carstensen, bei Arla verantwortlich für das globale Milchgeschäft. Die Entwicklung in den kommenden Monaten hänge „von vielen Faktoren ab“, führte Carstensen aus. „Wir gehen davon aus, dass die Milchproduktion vermutlich wieder steigen wird, sobald die Milchpreise steigen und das Verhältnis zwischen Kosten und ausgezahltem Milchpreis wieder ausgeglichener ist“, sagt der Arla-Manager.

Arla Foods kündigte an, seine Prognosen für die Anlieferung der Mitgliedermilch kontinuierlich auf Basis des tatsächlich abgenommenen Volumens und der Einschätzungen von Arlas Eigentümern anzupassen. (pio)
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