Milchlieferverträge

Arla einigt sich mit Bergbauern

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods wird auch in Zukunft in Süddeutschland Milch erfassen. „Wir haben die aus formaljuristischen Gründen im Dezember 2016 ausgesprochene Kündigung der bestehenden Verträge zurückgenommen“, sagt Jörg van Loock, der bei Arla Foods in Deutschland für die Allgäu-Standorte verantwortlich zeichnet. Das bedeutet, dass der von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) ermittelte Durchschnittspreis aus Baden-Württemberg und Bayern auch für 2017 als Grundlage der Milchpreisberechnungen für die Arla-Lieferanten in Süddeutschland gilt.

Arla Foods hatte mit den Milchbauern im vergangenen Jahr ohne Ergebnis über ein neues Auszahlungssystem verhandelt und schließlich die Verträge mit 400 Milchbauern über insgesamt rund 200 Mio. kg Milch gekündigt. Wegen einer zweijährigen Kündigungsfrist wäre der Abnahmestopp erst zum Ende des Jahres 2018 wirksam geworden.

Nun haben sich Arla Foods und die Liefergruppen auch auf eine Änderung der Kündigungsfrist geeinigt. Die Milchlieferverträge können künftig mit einer Frist von 12 Monaten zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden. „Damit können wir unsere Lieferbeziehungen künftig flexibler gestalten“, so van Loock. Auch die Mitgliedslandwirte der Genossenschaft Arla Foods amba und ihrer Untergenossenschaften haben eine zwölfmonatige Kündigungsfrist.

Da sich der Standort Allgäu primär auf die Verwertung der Milchsorten Bio, Bergbauern sowie konventionell fokussiert, wurde es den betroffenen Liefergruppen freigestellt, ihre Spezialmilchen Bio-Heumilch und Heumilch anderweitig zu vermarkten. (SB)
stats