Der dänische Milchverarbeiter steigert seinen Umsatz dank Fusionen zweistellig. Auslandsmärkte gewinnen an Bedeutung.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Arla Foods Amba, Viby, einen Umsatz von fast 30 Mrd. DKK (4 Mrd. €) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (27 Mrd. DKK) ist das ein Umsatzwachstum von 12 Prozent. Darin enthalten seien 2,8 Prozent organisches Wachstum sowie Zuwachs, der durch Fusionen und Übernahmen in Schweden und in Deutschland (Hansa-Milch und Allgäuland) erzielt wurde.

Der Nettogewinn beträgt 513 Mio. DKK (68,8 Mio. €). „Wir erwarten, dass wir unser angestrebtes Jahresergebnis von 3 Prozent des Umsatzes, was 1,8 Mrd. Kronen (240 Mio. €) entspricht, erreichen“, sagt Frederik Lotz, verantwortlich für Arlas Unternehmensbereich Finanzen.

Arla gibt mit seinem Halbjahresbericht als oberstes wirtschaftliches Ziel den stabilen Milchpreis für die Genossenschaftsmitglieder an. Hier stehe man aber derzeit unter Druck. Der Milchabnahmepreis für das Halbjahr liegt mit 2,64 DKK/kg (35,44 €-Cent/kg) unter dem Vorjahresniveau, als der Preis bei 2,74 DKK (36,79 €-Cent/kg Milch) lag. Geschuldet sei der Rückgang der unerwartet gestiegenen Milchproduktion weltweit.

Von großer Wichtigkeit für den Milchkonzern werden zunehmend die Auslandsmärkte. Im Nahen Osten und in Nordafrika konnte Arla seinen Umsatz um 20 Prozent steigern, in Russland um 40 Prozent. Auch die Tochtergesellschaft Arla Foods Ingredients (AFI), die Zusatzstoffe auf Molkebasis für die Lebensmittelindustrie produziert, legte beim Umsatz um 14 Prozent zu.

Für 2012 liegt der erwartete Umsatz bei rund 60 Mrd. DKK (8 Mrd. €) ohne die Fusionen. Mit den Fusionen wird mit einem Umsatz von rund 62 Mrd. DKK (8,3 Mrd. €) gerechnet.

Im Laufe des ersten Halbjahres ist Arla ein wichtiges strategisches Abkommen mit Chinas größtem Lebensmittelkonzern COFCO eingegangen und wurde dadurch Miteigentümer an der größten Molkerei des Landes, der Mengniu Dairy Group. Darüberhinaus schloss Arla in Europa zwei große Fusionsabkommen ab, mit Milk Link in Großbritannien und der Milch-Union Hocheifel (MUH) in Deutschland. (hed)
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