Expansion

Arla produziert in Westafrika


Die Verpackungsanlage in der senegalesischen Hauptstadt Dakar hat Kapazitäten, um jährlich 5.000 t Milchpulver zu verarbeiten, teilte Arla Foods Deutschland am Mittwoch mit. In der Anlage, die Anfang der Woche eröffnet wurde, werden mit Fett angereichertes Milchpulver und Instant-Vollmilchpulver der Marke Dano in verschiedene Verpackungen abgefüllt, beispielsweise in Beutel. Darin wird das Pulver mit Wasser vermischt, um ein Glas Milch zu erhalten.

Das Milchpulver stammt von Arla-Erzeugern aus Europa, da es im Senegal selbst nach Angaben der Molkerei keine Anlagen zur Pulverproduktion gibt. Vertrieben werden die Produkte zunächst von Arlas Partner Agroline S.A., der nach Angaben der Molkerei über ein starkes Vertriebsnetz im Senegal verfügt. Später sollen auch Nachbarländer beliefert werden, so gilt der Senegal als wichtiges Transitland für Mali und Burkina Faso. Über die Investitionssumme machte das Unternehmen keine Angaben.

Meilenstein in der Entwicklung des westafrikanischen Marktes

„Die Anlage ist der neueste Meilenstein auf dem Weg zu Arlas Ziel, aktiv an der Entwicklung des Markts für Molkereiprodukte in Westafrika mitzuwirken und die Verbraucher in der Region mit bezahlbaren und hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen“, so Steen Hadsbjerg, Geschäftsführer von Arla in Subsahara-Afrika. Zudem schaffe die Anlage Arbeitsplätze für zunächst 20 Mitarbeiter in der Produktion.

Der Senegal hat circa 14 Millionen Einwohner. Der Markt für Milchprodukte dort ist nach Angaben von Arla relativ weit entwickelt; aktuell würden Molkereierzeugnisse im Wert von rund 250 Mio. € im Jahr umgesetzt. Die am schnellsten wachsenden Produkte seien Milchpulver, Kondensmilch und Joghurt. Arla erwartet bis 2020 weiteres Wachstum des Marktes von 5 Prozent pro Jahr. (pio)
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