Das dänische Molkereiunternehmen Arla Foods, Viby, plant strukturelle Veränderungen
beim Neuzugang der Allgäuland-Käsereien GmbH, Kempten. Allgäuland soll wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. Arla will den Allgäuland-Standort Riedlingen in Bayern stillegen. Von der Schließung sind rund 100 Mitarbeiter betroffen. Für sie wird nach sozialverträglichen Lösung gesucht und eine Transfergesellschaft gegründet, teilte Torben Olsen, Geschäftsführer Arla Foods Deutschland, heute mit. Die Stilllegung des Standortes Riedlingen sei unvermeidbar, so Olsen. Der Fokus von Arla Foods bei der Übernahme von Allgäuland liege auf der Herstellung von Käsespezialitäten. In Riedlingen hingegen werde ausschließlich Standardware produziert. Die zur Verfügung stehenden Milchmengen sollen auf Betriebe konzentriert werden, an denen sich Käsespezialitäten effektiv herstellen lassen, teilt das Unternehmen mit. Die Allgäuland Frische GmbH sowie die Team Pack GmbH sind von den Restrukturierungsplänen nicht betroffen.
 
Der Maßnahmenplan von Arla Foods für die insolvente Allgäuland sieht darüber hinaus Veränderungen in der Vermarktung vor. Der Vertrieb sowie Führungsfunktionen im Marketing werden aus Wangen zur Arla Foods Deutschland GmbH nach Düsseldorf sowie in die Unternehmenszentrale im dänischen Viby verlagert. Die Produkte von Allgäuland sollen künftig deutschlandweit und international vermarktet werden. Die verbleibenden Produktionsstätten in Bad Wörishofen, Kißlegg und Sonthofen konzentrieren sich künftig stärker auf die Herstellung von Käsespezialitäten. (az)
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