Milchmarkt

Arla setzt auf starke Marken


Der Abwärtstrend der weltweiten Milchpreise wirkt sich auf den Umsatz und den Milchabnahmepreis von Arla aus. Der Gesamtumsatz der Molkereigenossenschaft sank von Januar bis Juni um 3,8 Prozent auf 5,13 Mrd. €. Der Gewinn schrumpfte von 147 Mio. € auf 116 Mio. €. Der Milchabnahmepreis sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 41,7 ct/kg auf 33,8 ct/kg gefallen, teilte das Unternehmen mit. Deutlich gestiegen ist die verarbeitete Milchmenge um 4,1 Prozent auf 7,0 Mrd. kg.



Das weltweite Preisniveau für Milchprodukte sei auf ein nicht absehbares Tief gefallen, kommentiert die Unternehmensspitze die Halbjahresbilanz. Dennoch entspreche der Umsatz dem für das 1. Halbjahr 2015 erwarteten Umfang. Es sei mehr Milch zu Einzelhandels- und Markenprodukten verarbeitet worden, wodurch die Rohstoffmenge für weniger profitable Basisprodukte stark reduziert werden konnte. „Aber keine Strategie kann den derzeitigen weltweiten Markteinbruch ausgleichen“, betont Åke Hantoft, Vorsitzender von Arla Foods.

Um Kosten zu senken, hat die Arla-Geschäftsführung beschlossen, die Investitionen um 30 Prozent zu reduzieren. Ziel bleibe es, die Kosten bis zum Jahresende gegenüber 2012 um 330 Mio. € zu senken. (SB)
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