Verbraucher setzen weltweit vermehrt auf Bio-Produkte. Arla Foods benötigt deshalb in den kommenden beiden Jahren bis zu 250 Mio. kg mehr Biomilch für die Kern- und Wachstumsmärkte. Diese Milch soll insbesondere aus Zentraleuropa (Deutschland, Niederlande, Belgien und Luxemburg), Dänemark und Schweden stammen. Die Mehrmengen könnten sowohl durch die Erweiterung der Produktion aktueller Genossenschaftsmitglieder, aber auch von neuen Lieferanten aus diesen Regionen kommen, die mit Arla einen entsprechenden Vertrag abschließen, teilte das Unternehmen mit. Arla ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Verarbeiter von Biomilch.

Ab sofort könnten sich neben interessierten Genossenschaftsmitgliedern auch weitere Biomilcherzeuger bei Arla Foods melden. Basierend auf der Marktanalyse für Bio-Rohmilch in Zentraleuropa (CCE) hat Arlas Geschäftsführung entschieden, den Bio-Zuschlag für seine Genossenschaftsmitglieder in CCE zum 27. April 2015 um zwei Eurocent anzuheben. Aktuell bekommt der Erzeuger einen Zuschlag von bis zu 13 Eurocent je Kilogramm auf den konventionellen Milchpreis.

Arlas stellvertretendem Geschäftsführer Povl Krogsgaard ist bewusst, dass eine Umstellung auf die Produktion von Bio-Milch keine kurzfristige Entscheidung ist, setzt aber dennoch auf interessierte Landwirte, die heute noch konventionelle Milch liefern. „Ganz konkret dauert es zwei Jahre, um von der konventionellen Milcherzeugung auf Bio-Produktion umzustellen. Das bedeutet für uns auch, dass wir bereits jetzt einen Beschaffungsprozess für neue Lieferanten in die Wege leiten müssen“, so Krogsgaard weiter. (az)



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