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Zahlreiche Staaten in Europa leiden unter Lebensmittelknappheit, schreibt AIZ, Wien. Betroffen sind die Reformstaaten Osteuropas inklusive Moldawien. Mitte der 90er Jahre lebten nach FAO-Angaben 28,1 Millionen Menschen in den elf Ländern unter der Armutsgrenze. Ende der 80er Jahre waren es noch 3,9 Millionen Menschen weniger. Die Gründe für den Mangel an Lebensmitteln sind zahlreich: regionale Konflikte, die zu Flüchtlingsströmen und Ernteausfällen führten. Davon waren Länder des ehemaligen Jugoslawien genau so betroffen wie einige Kaukasus-Republiken. Dort bewahrten Nahrungsmittellieferungen die Bevölkerung vor Hunger. Eine weitere Ursache für Lebensmittelmangel sind immer wieder Missernten, zurückzuführen auf schlechte Witterungsbedingungen. 1999 ging die Getreideproduktion in Europa um 6 Prozent zurück. Davon waren vor allem Ungarn und Kroatien betroffen, wo der Ausfall bei der Weizenernte fast 50 Prozent ausmacht, sowie Jugoslawien und die Slowakei mit einem Minus von 35 Prozent. (ED)
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