Asienexporteure müssen neu rechnen


China und Südkorea planen, im Außenhandel in eigenen Währungen abzurechnen. Deutsche Firmen mit Absatz in Asien müssen sich anpassen.

Bislang galt im Handel zwischen China und Südkorea der US-Dollar als Leitwährung. Künftig sollen verstärkt Yuan und Won die Basis bilden. Die in dieser Woche bekannt gewordenen Pläne bezeichnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als Herausforderung für exportorientierte deutsche Unternehmen, die auf diesen Märkten tätig sind.

Andererseits kann der DIHK der Zusammenarbeit von China und Südkorea auch positive Aspekte abgewinnen. Sie sei Zeichen einer stärkeren Integration in Südostasien, heißt es in einer Stellungnahme. Von mehr Stabilität würden letztlich auch deutsche Unternehmen profitieren.

Der Asienexport gewinnt für deutsche Agrarunternehmen an Bedeutung. Er hat nach den Statistiken des Bundesagrarministeriums 2011 etwa 8 Prozent zu den gesamten Agrarausfuhren beigetragen. (db)
stats