Standort Hannover: Grün steht für hohe Erosionsgefahr
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Standort Hannover: Grün steht für hohe Erosionsgefahr

„Der Schutz der Böden dient der Ernährungssicherung und schütze Klima und Artenvielfalt“, so BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel heute bei der Agritechnica. Die BGR hat auf der Landtechnik-Messe in Hannover den ersten Bodenatlas für Deutschland vorgestellt.

De Bodenatlas ist 144 Seiten stark und liefert an Hand von Karten und Abbildungen grundlegende Informationen zu Aufbau, Eigenschaften, Funktion und Bedeutung der Böden in Deutschland. So verdeutlicht der Bodenatlas, dass beispielsweise die Böden der Lösslandschaften wie Magdeburger Börde, Thüringer Becken oder Kölner Bucht ein besonders hohes Ertragspotential für Getreide besitzen. Günstige Bedingungen ganz anderer Art weisen die Hochlagen der Mittelgebirge im Harz, Rheinischen Schiefergebirge, Schwarzwald, Bayerischen Wald, Thüringer Wald und Erzgebirge auf. Die dortigen Niederschläge fördern die Grundwasserneubildung.

Insbesondere auf die Gefährdungen für Böden geht der Atlas im zweiten Teil ein. Er zeigt sehr anschaulich, wie Erosion durch Wind und Wasser den Böden zusetzt. Die Karte zur Wassererosion durch Starkregenereignisse belegt, dass etwa ein Drittel der Ackerfläche in Deutschland eine mittlere bis sehr hohe Erosionsgefährdung aufweist. Besonders betroffen sind die ackerbaulich genutzten Flächen im niedersächsischen Berg- und Hügelland, das sächsische Hügelland mit dem Erzgebirgsvorland, die Neckar- und Tauber-Gäuplatten und das unterbayerische Hügelland. Rund ein Viertel der Ackerflächen sind zusätzlich durch Winderosion infolge von Trockenheit, fehlendem Bewuchs und Starkwinden gefährdet. Dies betrifft vor allem das norddeutsche Tiefland. (brs)
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