Auch 2006 Verstöße gegen Pflanzenschutzrecht


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Beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, insbesondere für den Haus- und Kleingartenbereich, werden immer wieder Verstöße gegen das Pflanzenschutzrecht festgestellt. Über ein Viertel der kontrollierten Verkaufsstellen für Pflanzenschutzmittel haben im Jahr 2006 Produkte angeboten, die entweder zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zugelassen oder nicht aktuell gekennzeichnet waren. Rund 17 Prozent der Betriebe, die im Rahmen des Pflanzenschutz-Kontrollprogramm des Bundes und der Länder 2006 geprüft wurden, hatten den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln nicht oder nur unvollständig angezeigt. Bei 7 Prozent der Betriebe war das Personal nicht entsprechend ausgebildet und bei 5 Prozent wurden Mängel bei der Pflicht zur Beratung von Kunden festgestellt. Bei 10 Prozent der kontrollierten Betriebe waren Pflanzenschutzmittel, Pflanzenstärkungsmittel oder Zusatzstoffe frei zugänglich, die nicht in der Selbstbedienung angeboten werden dürfen.

Auch im Hinblick auf die Anwendung stellten die Kontrolleure Verstöße fest. Bei rund 4 Prozent der Kontrollen war das angewandte Mittel in der Kultur nicht zugelassen, auch wenn es sich dabei größtenteils um Pflanzenschutzmittel handelte, die in Deutschland in anderen Kulturen zugelassen sind. Rund 4 Prozent der Anwender hielten die vorgeschriebenen Mindestabstände zu Gewässern oder andere Anwendungsbestimmungen nicht ein. Die Länderbehörden kontrollierten im Jahr 2006 insgesamt 2.991 Handelseinrichtungen und 6.036 Betriebe der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft. Der Jahresbericht 2006 kann unter www.bvl.bund.de/psmkontrollprogramm abgerufen werden. (AW)

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