Auch Corngluten sind verunreinigt

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Nach Funden von tierischen Rückständen in Rübenschnitzeln sind in Irland nun auch Spuren von Knochen in Corngluten nachgewiesen worden. Ein Teil des Futtermittels, das aus den USA stammt, wurde bereits an Mischfutterhersteller ausgeliefert, bevor das Analysenergebnis bekannt war. Die irischen Behörden haben die Chargen, die bereits bei den Verarbeitern waren, zurückgerufen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Derweil hat der niederländische Marktverband Tierfutter (Productschap Diervoeder) seine GMP+-zertifizierten Mitglieder angewiesen, Verunreinigungen mit tierischen Spuren bei Rübenschnitzeln durch doppelte Probenahme und Analyse vor der Verarbeitung auszuschließen.
Weiterhin wurden fünf deutsche Zuckerwerke von der Lieferung an GMP+-zertifizierte Betriebe ausgeschlossen. Es handelt sich dabei um die Südzucker-Standorte Groß-Gerau, Offstein, Ochsenfurt, Offenau und das Werk von Pfeiffer & Langen in Könnern. Das deutsche QS-System hat seinen Systemteilnehmern empfohlen, nur beprobte Chargen zu beziehen. Unter den Zuckerwerken mit positiven Befunden befänden sich auch als Einzelfuttermittelhersteller QS-anerkannte Betriebe, die derzeit in der Auditierungsphase sind. Für eine Sperrung einzelner Werke gebe es bisher keine Veranlassung, so ein Sprecher von QS gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (BS)
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