Auch Export von Interventionsweizen denkbar

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Die EU-Kommission ist bereit, alle Register zur Beseitigung von Überschüssen auf dem EU-Getreidemarkt zu ziehen. Es soll nicht bei möglichen Erstattungen für Weizen aus dem freien Markt bleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte sich Mariann Fischer Boel vorstellen, auch den in die Intervention übernommenen Weizen für den Export auszuschreiben, erklärte die EU-Agrarkommissarin am Rande des Ministerrates am Montag in Brüssel. Jetzt sei es noch zu früh für eine Interventionsausschreibung bei Weizen. Sie könne sich eine solche Maßnahme zur Marktentlastung eher zum Saisonende hin vorstellen, führte Fischer Boel aus. Zwar seien umfangreiche Interventionsbestände bei Weizen zu erwarten, aber noch sei die Ware kaum eingelagert und deshalb nicht für eine Exportausschreibung verfügbar.

Ungarn, Tschechien, Österreich und Frankreich hatten die Kommission auf dem Agrarministerrat am Montag aufgefordert, etwas gegen die Überschüsse auf dem Getreidemarkt zu tun. Die Kommission wies hauptsächlich auf die in der vergangenen Woche eröffnete Ausschreibung für Weizen aus dem freien Markt hin, will sich aber auch gegenüber weiteren Schritten nicht verschließen. (Mö)

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