Milchwirtschaft

Auch die Schweiz in der Krise


Der Schweizer Milchmarkt kämpft mit ernsten Problemen. Der Erzeugerpreis ist mittlerweile so niedrig wie vor 50 Jahren, so das Agrarische Informationszentrum (AIZ) in Wien. Betroffen sei vor allem Milch, die zu Rahm, Butter und Trinkmilch verarbeitet wird.

46 bis 48 Rappen erhielten Bauern derzeit pro kg Molkereimilch, der Richtpreis für A-Milch liegt aber bei 65 Rappen. Zum Preisverfall geführt haben dem Bericht zufolge vor allem Verluste im Export infolge des Frankens, der Einkaufstourismus, tiefe Weltmarktpreise, aber auch die aktuelle Überproduktion im Inland. Etwas besser sehe es für die Biomilchproduzenten aus, deren Preis im März im Vorjahresvergleich um 1,14 Rappen angestiegen sei.

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP), der Bauernverband (SBV) und die Branchenorganisation Milch (BOM) haben Ende Mai die wichtigsten Akteure - darunter der Molkereiriese Emmi sowie die führenden Handelsketten Coop und Migros - zu einem "Milchgipfel" nach Bern eingeladen, um gemeinsam nach Wegen aus der Krise zu suchen. Dabei wurde ein Forderungskatalog erarbeitet, so AIZ weiter. (Sz)
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