1

Zur kommenden Rapssaison ist der Befallsdruck des Rapsglanzkäfers Thema der Beratung. Der Pflanzenschutzdienst in Kiel bereitet sich mit der frühzeitigen Aufstellung von Gelbschalen vor, erläuterte Dr. Hans-Joachim Gleser in dieser Woche während einer Informationsreise der Bayer Crop Science GmbH, Langenfeld. Der nasse Jahresbeginn könne sich nachteilig auf die Überlebensrate des Käfers in den Winterquartieren auswirken. Gleser zeigte sich gelassen, dass sich das Glanzkäferproblem, so wie es 2006 auftrat, nicht wiederholen werde. Dazu seien 2007 ausreichend wirksame Pflanzenschutzmittel zugelassen. Bei den neuen Pyrethroiden rät Gleser jedoch, den Abstand zu Gewässern zu überprüfen. Ferner wies er auf die Bienengefährlichkeit von Organophosphaten hin und betonte, darauf zu achten, die Mittel keinesfalls in der Blüte einzusetzen.

Auch Dr. Gerhard Bartels, Biologische Bundesanstalt, Braunschweig, mahnte diese Woche zum gewissenhaften Bienenschutz beim Einsatz von Mitteln gegen den Rapsglanzkäfer. Während einer Tagung der Rapool GmbH im mecklenburgischen Stavenhagen sagte Bartels, dass er 2007 mit einem noch stärkeren Befall rechne. Landwirten, die den Schädling bekämpfen, empfiehlt Bartels, unbedingt die volle Aufwandmenge einzusetzen. Eine zu geringe Dosis fördere weitere Resistenzen. (sta/hol)

stats