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Der Markt für melassierte Trockenschnitzel leidet wie fast alle Futtermittel-Märkte unter der BSE-Krise. Dies umso mehr, als Melasseschnitzelpellets vor allem im Rindermischfutter eingesetzt werden. Die Unsicherheit über Maßnahmen im Rindviehbereich lassen das gesamte Geschäft auf Sparflamme laufen, angefangen beim vorderen Bereich bis hin zur neuen Ernte. Der Schnitzelmarkt wird derzeit geprägt von einer abwartenden Haltung der Mischfutterindustrie. Keiner kauft auf Vorrat. Bedarfslücken werden kurzfristig geschlossen, was auch angesichts der sehr guten Rübenernte und entsprechendem Schnitzelanfall problemlos möglich ist. Doch die meisten Abnehmer sind über Vorkontrakte ausreichend mit Ware versorgt, wenngleich klar ist, dass bis zum Anschluss an die neue Ernte noch Bedarf zu decken sein wird. Mit Nachkäufen können sich die meisten Werke allerdings noch Zeit lassen. Dies besonders auch, weil das Abnahmeverhalten der Mischfutterindustrie als schleppend eingestuft wird und viele kontrahierte Ware vor sich herschieben. Unterstützt wird dieses Verhalten durch die vergleichsweise günstigen Preise für den Konkurrenzrohstoff Citrustresterpellets. Auch wenn die Dioxinkrise noch etwas nachhallt, greifen nicht wenige Mischfutterhersteller wieder zu dieser preisgünstigen Alternative. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (cd)
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