Auflagen für Schlachthöfe erteilt

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Im Falle der beanstandeten Rindfleischlieferungen nach Großbritannien konnten die deutschen Bundes- und Landesbehörden die Lage bereinigen. Die EU-Kommission zeigte sich am Freitag mit den Maßnahmen zufrieden, die Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast in einem Brief an den EU-Kommissar für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, David Byrne, zusicherte. Die beiden betroffenen Schlachthöfe wollen zukünftig ihre Rinderhälften sorgfältiger auf mögliche Rückstände von BSE-Risikomateralien hin untersuchen. Dies soll in Baden-Württemberg mit einer besseren Absauganlage erreicht werden sowie durch eine 100-prozentige Endkontrolle der Schlachtkörper. Der Betrieb in Birkenfeld hatte seine Schlachtungen für zwei Tage unterbrochen, um nachzurüsten. Seit Donnerstagmittag darf er wieder arbeiten. Dem Schlachtbetrieb im nordrhein-westfälischen Kalkar wurde zur Auflage gemacht, mehr Personal zur Kontrolle nach der Beseitigung des Risikomaterials einzustellen. Auch hier soll sich eine nochmalige betriebsinterne Endkontrolle anschließen. Außerdem muss das Personal speziell geschult werden. In Kalkar ruht der Schlachtbetrieb bis die Auflagen erfüllt werden. Dies schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (Mö)
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