Aufschub der obligatorischen Etikettierung wahrscheinlich

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Für eine Verschiebung der Kennzeichnungspflicht für Rindfleisch wird sich im Agrarministerrat am kommenden Montag in Brüssel voraussichtlich eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten aussprechen. Lediglich Frankreich fordert, dass schon ab dem kommenden Jahr zumindest der Schlachthof aus dem Etikett hervor geht. Auch wenn es vor dem Hintergrund der anhaltenden BSE-Debatte noch so wünschenswert wäre, sei eine schon beschlossene obligatorische Herkunfstangabe für Rindfleisch ab dem 1.1.2000 nicht möglich, erklärte in dieser Woche ein Diplomat in Brüssel. Viele Mitgliedstaaten erfüllten die technischen Voraussetzungen noch nicht. Es fehlten zentrale Datenbanken und Tierpässe, aus denen die Geburt und die Aufenthaltsorte der Rinder hervor gingen. Nur Frankreich, Finnland, Deutschland, Großbritannien und die Beneluxstaaten seien jetzt schon in der Lage, die Herkunft des Rindfleisches im Einzelhandel angeben zu können. (Mö)
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