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Ein ganzes Bündel an Maßnahmen sei notwendig, um die Kosten für den Kampf gegen den Klimawandel möglichst gering zu halten. Dies berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Österreich, von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die in Oslo ihren jüngsten Umweltausblick präsentierte. Voraussetzung für den Erfolg sei aber, dass die aufstrebenden Wirtschaftsmächte wie China, Indien, Russland und Brasilien für den Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden könnten, betonte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Ohne Gegensteuern würden diese Staaten bis zum Jahr 2030 alleine so viel CO2 produzieren wie die 30 OECD-Staaten gemeinsam.

An Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß möglichst gering zu halten, rät er zu marktwirtschaftlichen Instrumenten, wie dem Emmissionshandel, den Abbau bestimmter Subventionen oder Umweltsteuern. Daneben würden auch strengere Regeln und mehr investitionen in Forschung und Entwicklung gebraucht.

Dabei müssten die notwendigen Maßnahmen die Weltkonjunktur nicht belasten, erklärte Gurria. Die OECD prognostiziert eine Verdoppelung der globalen Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahrzehnten. Nur 1 Prozent dieses Wachstums sei nötig, um die Treibhausgas-Emmissionen gegenüber heute um 12 Prozent zu verringern. (ED)

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