Subventionierte Risikofonds geben Landwirten ein falsches Signal. Genau wie in der Bankenkrise werden dadurch Risiken dem Steuerzahler aufgebürdet. Es könne nicht angehen, dass Gewinne privat bleiben und Verluste sozialisiert werden, kritisierte Jan van der Ploeg. Der Professor an der niederländischen Universität Wageningen  beurteilte im Europäischen Parlament am Dienstag in Brüssel die Kommissionspläne für eine Reform der Agrarpolitik. Landwirte sollten für ihr Handeln verantwortlich bleiben und der Fehler aus der Bankenkrise dürfe keinesfalls wiederholt werden. Zum Schutz gegen zunehmende Preisschwankungen reichten einheitliche Flächenprämien in der 1. Säule der GAP aus, betonte van der Ploeg. Die EU-Kommission gibt in ihrem Reformvorschlag EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit, Verluste von Landwirten abzusichern, mit Zuschüssen aus der 2. Säule der GAP. Vor allem aus Belgien und Frankreich kommt die Forderung, dass die Agrarpolitik Instrumente zur Absicherung von Gewinnmargen anbieten müsse.  (Mö)  
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