EU-Kommission

Ausblick macht Milchbauern Mut

Die Weizenproduktion soll 2017/18 ansteigen.
-- , Fotos: da/mrs
Die Weizenproduktion soll 2017/18 ansteigen.

In ihrem kurzfristigen Ausblick für den Agrarmarkt der 28 EU-Staaten 2017/18 rechnet die Kommision mit einem leichten Rückgang der Getreideernte gegenüber 2016/17, sie werde mit geschätzten 357,8 Mio. t (-0,6 Prozent) knapp unter dem Durchschnitt bleiben und uneinheitliche Qualitäten aufweisen. Die Weizenproduktion soll aber mit 153,8 Mio. t. leicht zulegen (+1,3 Prozent). Da das globale Angebot üppig bleibe, sei nicht mit einem Anstieg der Getreidepreise auf dem Weltmarkt oder innerhalb der EU zu rechnen. Bei Ölsaaten geht die Kommission wegen steigender Erträge von einer Ausweitung der Anbaufläche aus. So werde die Rapsproduktion um rund 10 Prozent auf 22 Mio. t ansteigen.

Desweiteren soll es zu einem deutlichen Anstieg des Zuckerrübenanbaus im erste Wirtschaftsjahr nach dem Fall der Quotenregelung kommen. Die Schätzung liegt bei einem Plus von 14 Prozent auf 1,7 Mio. ha, beim Ertrag geht die Kommission von 131,1 Mio. t aus. Das werde aber weiteren Druck auf den ohnehin schon niedrigen Zuckerpreis ausüben. Mit dem Ende der Quotenregelung seien die Preise verstärkt dem volatilieren Niveau am Weltmarkt ausgesetzt. Die Zuckerprodukton wird auf 20,1 Mio. t. geschätzt, ein Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zu 2016/17.

Milchpreise bleiben stabil

Für den Milchmarkt erwartet die Kommission eine starke innereuropäische sowie weltweite Nachfrage und daraus resultierend auch stabile Milchpreise. Inbesondere nach Käse, Butter und Sahne und Milchpulver werde eine gute Nachfrage erwartet. Wegen der guten Futterbestände werde die Milchproduktion gegenüber dem aktuellen Jahr ansteigen; für 2018 soll der Zuwachs bei rund 1 Prozent auf 166,2 Mio.t liegen.

Was die Schlachtbranche betrifft, werden laut EU Kommissin die Ausfuhren von Rind- und Schaffleisch steigen. Doch das sinkende Angebot von Schweine- und Geflügelfleisch könnten die Exporte zurückgehen lassen und steigende Preise auf dem Weltmarkt zur Folge haben.

Die Kommission rechnet zudem mit einem stärker werdenden Euro gegenüber dem US-Dollar, was die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Produkte auf dem Weltmarkt beeiträchtigen werde. (mrs)
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