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Weltweit müssen insbesondere die sich entwickelnden Länder in diesem Jahr mehr Geld für Lebensmittelimporte ausgeben. Die Ausgaben dürften 400 Mrd. US-$ überschreiten und damit um 5 Prozent höher ausfallen als im vergangenen Jahr, erwartet die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO in Rom in ihrem jüngsten Outlook-Report. Grund dafür sind steigende Rohstoffpreise vornehmlich wegen des wachsenden Bioenergiebedarfs. So haben sich laut FAO Grobgetreide (wie Mais oder Gerste) und pflanzliche Öle bislang um 13 Prozent gegenüber 2006 verteuert. Durch die Konkurrenz zum Einsatz als Futtermittel werden in der Folge auch künftig Fleisch und Milchprodukte teurer werden. So sind die Preise etwa für Geflügel im Vergleich zu dem niedrigen Niveau im Jahr 2006 bisher um 18 Prozent gestiegen, die für Milchprodukte sogar um 46 Prozent. Dieser Preisdruck wird auch wegen der wachsenden Nachfrage bleiben, heißt es in dem Bericht. Auch das Preisniveau für die meisten Getreidearten bleibt laut Einschätzung der FAO hoch. (AW)
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