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Die Ausländer seien am Erwerb von landwirtschaftlichen Flächen in Polen nicht überaus interessiert. Zu diesem Schluss kommt die Warschauer Bauernzeitung "Chlopska Droga" nach der Auswertung des jüngsten Berichts des polnischen Innenministeriums über die Bewilligungsstatistik. Danach hat das Ressort im vergangenen Jahr den ausländischen Personen 180 Genehmigungen für den Kauf von Agrarland im Umfang von etwa 553 ha erteilt. In 30 Fällen handelte es sich um Aktien und Anteile an den Handelsgesellschaften, die Besitzer derartiger Ländereien sind. Die restlichen Transaktionen bezogen sich auf rund 377 ha. Dies waren allerdings 131 ha mehr als im Vorjahr.

Die mit Abstand meisten Käufer waren dabei Deutsche, die insgesamt 85 ha erwarben, gefolgt von Schweden und US-Bürgern. Auch beim Landerwerb über Aktien und Anteile standen die Deutschen mit 70 ha an der Spitze. Die meisten Genehmigungen entfielen auf die Woiwodschaft Niederschlesien, wo an Ausländer 54 ha landwirtschaftlicher Flächen veräußert wurden. Ablehnende Bescheide wurden über 16 Anträge auf den Erwerb von insgesamt 234 ha Agrarland erteilt. Die Ursache für die Absagen waren negative Stellungnahmen des polnischen Landwirtschaftsministeriums. In den Jahren 1990 bis 2000 erhielten die ausländischen Interessenten Bewilligungen für den Erwerb in Polen von insgesamt 25.600 ha Grund und Boden. Dies entspricht lediglich 0,08 Prozent des Landesterritoriums. (pom)
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