Die Landwirte und die Bevölkerung entlang von Neiße, Spree, Elbe und Mulde bangen angesichts des Hochwassers. Noch ist unklar, welche Schäden das Wasser auf landwirtschaftlichen Flächen anrichtet. Die laufende Getreideernte ist wohl eher von dem unbeständigen Wetter als von dem näher rückenden Hochwasser in Sachsen betroffen. Denn entlang der Neiße sind es vor allem die Auenwiesen, die überschwemmt sind. An der Elbe in Sachsen wird der Scheitel erst in etwa zwei Tagen erwartet. Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer reist heute in die Region um Chemnitz und informiert sich über die Hochwassersituation.

Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, beruhigt Landwirte wie Bevölkerung in seinem Land. An den Elbabschnitten in Mecklenburg-Vorpommern müsse nicht mit so heftigen Pegelständen wie im Jahr 2002 gerechnet werden. Frühestens zum Ende der Woche erwartet er die Flutwelle aus Sachsen. Eine problematische Situation in Mecklenburg-Vorpommern sei aber aufgrund der derzeitigen Entwicklungen nicht abzusehen. Dennoch sollten sich die Landwirte darauf vorbereiten, eventuell die Tiere aus den Elbniederungen zu führen. (sta)
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