Nach der Düngeverordnung dürfen landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr als 170 kg Stickstoff je Hektar im Jahr düngen. Für Betriebe, die das Grünland intensiv nutzen, gilt jedoch eine Ausnahmeregelung. Diese ermöglicht vor allem Viehhaltungsbetrieben, bis zu 230 kg Stickstoff aus tierischen Wirtschaftsdüngern pro Hektar und Jahr auf Intensivgrünland auszubringen.

Nach Mitteilung der Landwirtschaftsämter kommen für die Ausnahmeregelung nur intensiv genutzte Grünland- und Ackergrasflächen infrage. Das bedeutet, dass eine Bewirtschaftung der Flächen mit mindestens vier Schnitten pro Jahr oder mit drei Schnitten und zusätzlicher Weidenutzung erfolgt. Zusätzlich ist die Genehmigung für die Betriebe an eine Reihe von Auflagen und Bedingungen gekoppelt. Landwirte können bis 1. Februar einen kostenpflichtigen Antrag bei den Landwirtschaftsämtern stellen. Die Nitratausnahmeregelung kann in Deutschland nach Angaben der Behörden noch bis zum Jahr 2013 angewendet werden. (az)

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