Während der Wintermonate gilt eine Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemitteln. Eine Vorverlegung der Sperrfrist ist jedoch in Ausnahmefällen möglich. Auf Ackerland dürfen  von November bis Januar und auf Grünland von Mitte November bis Mitte Januar die Ausbringung keine Gülle, Gärreste, Jauche und Geflügelkot, Stickstoffdünger und  Klärschlämme ausgebracht werden. Um den Boden zu schonen, kann es in vielen Regionen sinnvoll sein, beispielsweise Nachtfröste zu nutzen und mit der Ausbringung von Gülle früher zu beginnen. Hierfür können Landwirte Ausnahmeanträge zur Sperrfrist bei den Landwirtschaftsämtern und - kammern stellen. So kann eine Vorverlegung der Sperrfrist bereits am 15. Oktober beginnen und würde am 15. Januar enden. Versuchsergebnisse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zeigen, dass der  Güllestickstoff bei zeitiger Ausbringung häufig besser ausgenutzt werden kann als wenn diese im späten Herbst erfolgt. Somit hätte eine Verschiebung den positiven Effekt, dass weniger Stickstoffverluste entstehen.
 
Die Anträge müssen fünf Werktage vor dem 15. Oktober für Ackerland und vor dem 31. Oktober für Grünland bei den zuständigen Ämtern vorliegen. Auf keinen Fall darf auf wassergesättigten schneebedeckten oder durchgängig gefrorenen Böden gedüngt werden, weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. (da)
stats