Ausnahmeregeln für Rinderprämien beschlossen

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Ausnahmeregeln für die Rinderprämien hat der zuständige Verwaltungsausschuss der EU-Kommission am vergangenen Freitag in Brüssel beschlossen. Wegen BSE konnten zum Jahresende viele Rinder nicht mehr - wie vorgesehen - geschlachtet werden. Deshalb wird das Verhältnis von Schlachtungen und Futterflächen im Jahr 2000 durcheinander gebracht. Bullen, die im Januar und Februar 2001 geschlachtet werden, können deshalb noch auf das Jahr 2000 angerechnet werden. Sie verlieren dadurch bei drohender Flächenknappheit nicht ihr Anrecht auf Sonderprämie für die männlichen Tiere.
Was die Extensivierungsprämie angeht, werden vom 15. Oktober 2000 bis 15. März 2001 von zehn Tieren nur acht gezählt. De facto gibt es also in diesem Zeitraum eine Obergrenze von 1,25 GVE/ha für die Extensivierungsprämie. Sonst ist es eine GVE/ha. Außerdem hat der Verwaltungsausschuss für Rindfleisch am vergangenen Freitag 11.660 t Fleisch in die Intervention übernommen, davon 5.602 t aus Deutschland. Insgesamt waren 19.875 t beboten worden. Die Kommission akzeptierte 100 Prozent der Gebotsmengen unter 221 Euro/100 kg und 50 Prozent der Gebotsmengen zwischen 221 und 246 Euro/100 kg. (Mö)
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