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Der Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) könnte einen milliardenschweren Beitrag zur australischen Agrarwirtschaft leisten. Das ist das Fazit einer Studie des Australischen Amts für Agrar- und Rohstoffwirtschaft (Abare), in der die Auswirkungen verschiedener Szenarien für den Zeitraum 2008/09 bis 2017/18 untersucht wurden. Unter der Annahme einer zügigen australienweiten Anbauzulassung von transgenem Raps, Weizen, Mais, Soja und Reis könnte sich der ökonomische Nutzen auf umgerechnet bis zu 5,2 Mrd € bis zum Wirtschaftsjahr 2017/18 summieren. Würden die australischen Behörden lediglich GV-Raps zügig eine landesweite Anbauzulassung erteilen, könnte der finanzielle Mehrwert nach Einschätzung des Abare immerhin noch mehrere hundert Millionen Euro betragen. Unter der Annahme einer um fünf Jahre verzögerten Zulassung würde sich der finanzielle Nutzen der GV-Kulturen erwartungsgemäß deutlich reduzieren.

Im Jahr 2004 verhängte die australische Regierung ein landesweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen. Seit diesem Frühjahr dürfen zumindest in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales wieder GV-Pflanzen kommerziell angebaut werden. In den übrigen vier Bundesstaaten ist der Anbau weiterhin verboten. Der vollständige Bericht "Economic impacts of GM crops in Australia" steht im Internet zum Herunterladen als PDF-Dokument (304 KB) bereit. (Wo)

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