Australien wird Einfuhren von Biodiesel aus den USA mit einem Anti-Dumpingzoll belegen. Eine entsprechende Anordnung unterzeichnete jetzt der Innenminister Brendan O'Connor. Die australische Zoll- und Grenzschutzbehörde hatte der föderalen Regierung in Canberra im Dezember 2010 einen Bericht über die Subventionierung der Biodieselexporte der Vereinigten Staaten vorgelegt. Darin beziffert das Amt den Preisvorteil der subventionierten Importe auf 40 bis 55 Prozent gegenüber australischer Ware, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien.

Darunter habe vor allem der größte australische Biodieselerzeuger Biodiesel Producers Limited (BPL) gelitten. BPL hatte den Angaben zufolge die Untersuchung durch die Zollbehörde beantragt. Das Amt habe der Regierung nach Abschluss der Untersuchung empfohlen, einen Strafzoll zum Ausgleich des unlauteren Preisvorteils einzuführen. Minister O'Connor sei der Empfehlung gefolgt. Er begründete seine Entscheidung mit den substanziellen Schäden, die der australischen Industrie durch die subventionierten US-Importe entstünden, so AIZ. (az)    
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