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Ab Februar kommenden Jahres ist in Australien der kommerzielle Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Nutzpflanzen wieder möglich. Mit Victoria und New South Wales haben jetzt zwei von sechs Bundesstaaten das im Jahr 2004 erlassene GVO-Moratorium beendet. Allerdings benötigten die Landwirte für den Anbau eine Genehmigung der regionalen Behörden, berichtete der australische Nachrichtensender ABC heute.

Der Minister für Primärindustrie von New South Wales, Ian Macdonald, bezeichnete die Erlaubnis für den GVO-Anbau als wichtigen Schritt für die heimischen Rapserzeuger, um auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig bleiben zu können. Weltweit weise GV-Raps einen Marktanteil von rund 70 Prozent auf. Der Vorsitzende des über das GVO-Moratorium beratenden Ausschusses, Sir Gustav Nossal, erläuterte, durch die Aufhebung des Verbots entstünden "keine großen Risiken für die Gesundheit oder die Umwelt", dafür aber ein großer ökonomischer Nutzen. Die Regierung des größten Bundesstaates Western Australia spricht sich weiterhin gegen den Anbau von GV-Pflanzen aus und argumentiert, dass der Anbau den australischen Bundesstaaten schaden werde, die mit einer GVO-freien Erzeugung werben. (Wo)

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