Australien leidet unter EU-Exporthilfen

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Die Exporterstattungen der EU sind mit verantwortlich für den Verfall der internationalen Notierungen für Milchprodukte. Dieser Vorwurf ist heute auf einer Konferenz in Australien wiederholt worden, nachdem die EU mit dieser Subvention schon länger in der Kritik steht. Milchmarktexperten des Amtes für Agrar- und Rohstoffwirtschaft (Abare) gehen davon aus, dass der Druck auf die Milchpreise noch im gesamten Jahr 2009 anhalten wird. Er resultiert vor allem auf dem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Australien wie auch Neuseeland als bedeutende Erzeugungsländer von Milch konnten in der Saison 2007/2008 den Weltmarkt nicht wie üblich versorgen, weil die Erzeugung wegen der Trockenheit eingebrochen war. Die USA und die EU sind in die Lücke gestoßen. Seit dem Herbst 2008 liefern Australien und Neuseeland jedoch wieder in üblichem Umfang. In dieser Zeit ist jedoch die globale Nachfrage ruhig geworden. (db)
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