Die australische Regierung setzt angesichts zunehmender Trockenperioden auf Vorsorge. In einem Pilotprojekt im Bundesstaat Westaustralien soll die neue Dürrepolitik getestet werden.  Ab Juli werden rund 6.000 Landwirte im Westen des Kontinents Anspruch auf neue Hilfsmaßnahmen haben. Das Pilotprojekt ist auf zwölf Monate angelegt. Das Budget beträgt umgerechnet rund 16 Mio. €, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Mit dem Konzept will die Regierung das bisherige Krisenmanagement durch ein vorsorgendes Risikomanagement ablösen. Die Betriebe sollen besser auf künftige Dürren und die Folgen eines Klimawandels vorbereitet werden, statt auf Kreditzuschüsse im Ernstfall zu bauen. Farmer können umgerechnet fast 42.000 € beantragen, um ihren Betrieb auf eine schlechtere Wasserversorgung einzustellen. Nur noch grundlegende Haushaltsausgaben der landwirtschaftlichen Familien werden bezuschusst. Angeboten werden außerdem psychologische Unterstützung und Hilfen für die strategische Weiterentwicklung des Betriebes.

Alternativ stehen bis zu 119.000 € pro Betrieb als Ausstiegsprämie zur Verfügung. Der Kontakt zu Landwirten, die bereits die Produktion aufgegeben haben, soll gefördert werden, um aktive Erzeuger auf außerlandwirtschaftliche Erwerbsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Der föderale Bauernverband (NFF) begrüßte das Pilotprojekt als vernünftig, praktikabel und zukunftsorientiert. (az)
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