Ausweitung von BSE-Tests in der Diskussion

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Um Klarheit über die Ausbreitung des Rinderwahns in der EU zu bekommen, schlägt die Kommission mehr Tests als ursprünglich vorgesehen vor. Nach dem bisherigen Stand sollen ab dem 1. Januar 2001 nur Rinder mit Verhaltensauffälligkeiten einem BSE-Test unterzogen werden. Nun überlegt die Kommission, ob nicht alle geschlachteten Rinder ab einem bestimmten Alter getestet werden sollen und dies möglichst schon vor dem 1. Januar 2001. Das Problem dabei ist, dass schnell mehrere Millionen Schnelltests EU-weit benötigt werden und, falls dies überhaupt möglich ist, immense Kosten entstehen. Für die 66.000 Rinder, die nach dem bisherigen Vorschlag im kommenden Jahr in Deutschland auf BSE hin untersucht werden müssten, veranschlagte das Bundeslandwirtschaftsministerium knapp 15 Mio. Euro. Davon sollen 2 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt kommen. Den größten Teil der Kosten für die bisher geplanten Tests müssen die Bundesländer übernehmen. Die EU-Kommission will am kommenden Mittwoch in Brüssel im ständigen Veterinärausschuss mit den Experten der Mitgliedstaaten über eine Ausweitung der Tests diskutieren. (Mö)
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