Auswirkungen von GV-Mais weiter erforschen

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Im Rahmen der biologischen Sicherheitsforschung sollen in Deutschland die Auswirkungen von neuen gentechnisch veränderten (GV-)Maissorten erforscht werden. Für das Forschungsprojekt am Institut für Biodiversität des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI), Braunschweig, stellt das Bundesforschungsministerium 400.000 € zur Verfügung. Bereits in früheren Projekten fand das Forscherteam heraus, dass sich die Mikroorganismen im Wurzelbereich der GV-Maispflanzen nicht von den Mikroorganismen bei herkömmlichen Maissorten unterschieden. Außerdem zeigten sie, dass einzelne Bt-Toxine jeweils für sich im Boden gut abgebaut werden. Mit Hilfe molekularer Verfahren können die Wissenschaftler noch kleinste Nanogramm-Mengen dieser Substanzen finden, weit unterhalb jeder bekannten biologischen Wirkungsschwelle. Durch die empfindlichen Messungen lässt sich bereits früh erkennen, ob es langfristig zu einer Anreicherung der Bt-Toxine in Böden kommen könnte oder ob die Toxine schnell abgebaut werden. Zudem wird analysiert, wie die Bt-Toxine in Kombination auf die natürlichen Bodenmikroorganismen wirken. Beide Aspekte sind wichtige Kriterien für die Bewertung der Umweltverträglichkeit. (AW)
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